Sozialverein Die
Brücke e.V. Aschaffenburg
Seit der Gründung am 30. Mai 1983 hat sich der Sozialverein Die
Brücke e.V. aus einer Gruppe sozial engagierter Personen für
die Belange von Strafgefangenen zu einem Unternehmen der sozialen Integration
entwickelt. Dabei vertiefte sich die Zusammenarbeit mit der öffentlichen
Sozialverwaltung und der Justiz.
Die ehrenamtliche Tätigkeit der Vereinsmitglieder
wurde ergänzt und überlagert durch die Arbeit von Fachleuten,
die im Rahmen von Arbeitsförderungsmaßnahmen eingestellt und
danach auf Dauer weiterbeschäftigt werden konnten.
Im Wohnheim für Haftentlassene
im vereinseigenen Gebäude werden Personen mit besonderen sozialen
Schwierigkeiten betreut. Die allgemeine Rückfallhäufigkeit Haftentlassener
liegt bei etwa 90%. Unsere Erfolgsquote hat sich zwischen 50 und 60 %
eingependelt.
In der Fachabteilung Gewaltprävention
findet eine intensive Zusammenarbeit mit gefährdeten Jugendlichen
und erwachsenen Gewalttätern statt. Wir führen Soziale Trainingskurse
durch, Anti-Aggressions-Trainings sowie Präventionskurse in Schulen
(„cool at school“). Auch das Projekt der „freundlichen
Uffbasser“ wird durch unsere Fachleute erfolgreich angeleitet.
In der Holzbrücke,
die ebenfalls in einem vereinseigenen Gebäude untergebracht ist,
hat sich der Schwerpunkt von rein handwerklichen Tätigkeiten auf
die Beschäftigung von Personen verlagert, die auf dem Arbeitsmarkt
schwer vermittelbar sind. Ziel der vielfältigen Maßnahmen der
Arbeitserprobung und des Profilings ist die Wiedereingliederung in den
ersten Arbeitsmarkt. Stadt und Landkreis Aschaffenburg erteilen die Aufträge,
die meist in der Renovierung und Ausstattung von Wohnungen für Bedürftige
bestehen.
Die notwendigen Kosteneinsparungen durch die öffentliche Hand hat
der Brücke einen weiteren, bedeutenden Aufgabenbereich beschert:
das Projekt “ Schwitzen statt Sitzen“. Anstatt eine Ersatzfreiheitsstrafe
verbüßen zu müssen, leisten die Betroffenen gemeinnützige
Arbeit. Unsere Vermittlungsstelle für gemeinnützige Arbeit überwacht
die Erfüllung der Arbeitsauflage und steht in ständigem Kontakt
zu den Einsatzstellen sowie den Gerichten und Staatsanwaltschaften. Pro
Tag vermiedenem Gefängnisaufenthalt werden in großem
Umfang öffentliche Mittel eingespart. Die finanzielle Entlastung
der Justizverwaltung und damit des Steuerzahlers ist beachtlich.
Der seit dem Jahre 2003 bestehende Beirat begleitet
den Verein, insbesondere die Fachabteilung Gewaltprävention, indem
er sich mit den Konzeptionen des Vereins und deren Umsetzung in der Praxis
befasst. Er berät in etwa 3 – 4 Sitzungen pro Jahr den Vorstand
sowie im Bedarfsfall die Mitarbeiter. Dem Beirat gehören als berufene
Mitglieder Personen aus Politik, Wissenschaft und aus dem öffentlichen
Leben an. Von Seiten des Vereins wird der Beirat von einem Vorstandsmitglied
vertreten und unterstützt.
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